Was hat ein EU-Gipfel mit Qualität zu tun ? Was ist Qualitätsmanagement in der EU ?
Natürlich haben wir eine eigene Euronorm DIN ISO EN 9000 -9004 und andere.
Wie sieht aber das Qualitätsmanagement in der EU selbst aus ?
Wer sind die Kunden, welches die Ziele der europäischen Union ?

Kürzlich verkündeten einige der Regierungschefs den Start der „Fiskalunion“, auch wenn einige Mitglieder noch nicht mitmachen und Großbritannien schlicht dagegen ist.
War es nicht Ziel der EU, sich gemeinsam zu diesen Schritten hin zu entwickeln?

Gemeinsam ist das ja wohl nicht, und der Prozess einer Entwicklung ist auch schwer auszumachen.
Also schauen wir im Qualitätsmanagement uns zunächst mal das Leitbild und die Ziele der EU an.
Hauptkunde der EU ist nun sicherlich der EU-Bürger. Er ist nun wahrlich König Kunde, denn er wählt ja letztlich die Regierungen. Was will nun dieser Kunde von der EU ? Seine persönlichen Freiheiten (Freizügigkeit, freie Meinungsbildung und –äusserung, Teilhabe an der Gesellschaft), Sicherheit, die Chance, für sich und die Familie den Lebensunterhalt zu erarbeiten, seine Kredite zu bezahlen, Alters- und Gesundheitsvorsorge, eine lebenswerte Umwelt….
und wir messen die Kundenzufriedenheit des Bürgers in der öffentlichen Meinung.
Wie erreichen wir nun eine kontinuierliche Verbesserung in der öffentlichen Meinung?
Im Zeitalter von Facebook und Twitter können wir nicht mehr, wie zuvor der Leiter der Abteilung Italien, Berlusconi, über die Freiheit der Meinungsbildung gehen.
Aber vielleicht können wir die Ankündigung, die Reißleine des Rettungs(fall)schirms zu ziehen, als Milestone der Gründung einer Fiskalunion feiern?
Weitere Kunden der europäischen Union sind natürlich auch die einzelnen EU- Mitgliedsstaaten. Unser QM- System soll ihnen eine florierende Wirtschaft bescheren, respektive Fördergelder, wenn´s noch nicht so klappt. Und das in einer partnerschaftlichen Beziehung; Und partnerschaftliche Beziehung heisst auch, dass man den Mitgliedsstaat bis zum Misstrauensvotum zappeln lässt, bevor man den nächsten 8-Milliarden-Scheck unterschreibt. Das gehört zu einer guten Partnerschaft. Der Mitgliedsstaat Griechenland kann ja auch nicht die Arbeitslosen einfach massenhaft verbeamten, nur um weiter Kredite zu bekommen.
Wir leihen den Wirtschaftsschwächeren ja schliesslich das Geld, damit sie sich entwickeln und bei den Wirtschaftsstärkeren einkaufen. Das nennt man durchgehende Kunden- Lieferanten- Beziehung. Und wenn sich dann die Lebenshaltungskosten bei den Wirtschaftsschwächeren angeglichen haben, müssen sie eben sehen, wie sie die Kredite zurückzahlen. Und wenn sie die Zinsen nicht mehr zahlen können, müssen sie Strafe zahlen. Wir haben ja den Rettungsschirm, um ihnen das Geld zu leihen, damit sie die Strafe zahlen können.

Bestens bestellt ist sicher der Bereich Lieferantenbeziehung, insbesondere bei unseren Lieferanten Wirtschaft und Banken, denn von denen brauchen wir ja das Geld. Aber müssen deshalb gleich das ganze Kabinett mit ihnen besetzen, wie in Italien ? Im Qualitätsmanagement heisst Lieferantenentwicklung an sich nicht, dass die Lieferanten gleich die Regierung übernehmen.
Überhaupt die Banken: Nun haben wir eine Lieferantenbewertung gemacht: den „Stresstest“ . Und die Kriterien schon ganz, ganz niedrig angesetzt, und dann fallen trotzdem etliche grosse Banken glatt durch. Und verzählen sich auch noch um 55 Milliarden ! Oh, das war ja eine Bank im Staatsbesitz. Wo war denn da die Qualitätsprüfung ?
Die Kapitalmärkte werden auch immer nervöser, wollen gar unsere Kreditwürdigkeit herabstufen, und das, obwohl wir so hart arbeiten. Ein EU-Gipfel-Marathon jagt den anderen, obwohl wir uns über unsere Ziele gar nicht mehr so klar sind. Aber „Fiskalunion“ hört sich doch schon mal prima an. Und dann verweigern die Briten gar die Unterschrift und wollen uns zu ihrem Absatzmarkt degradieren. Na, da werden uns sicher noch die passenden partnerschaftlichen Gesten dazu einfallen.
Also, verehrte EU-Regierungschefs,
nun sind die EU-Bürger unzufrieden, die meisten Mitgliedsstaaten in der Finanzkrise, die Wirtschaft zumindest verunsichert, und die Kapitalmärkte nervös. Und was bedeutet nun „Fiskalunion“ ? Wie viele Mitglieder schliesst eine Union ein ?

Was sagen Ihnen Begriffe wie “Kundenanforderungen“ , “Kundenzufriedenheit“ , “Risikoanalyse“, „Management von Entwicklungsprozessen“, „Prozessoptimierung“, „Qualitätspolitik“, „Kontinuierliche Verbesserung“, oder schlicht „Qualitätsmanagement“ ?
Ich lade Sie herzlich dazu ein, einen Grundlehrgang in Qualitätsmanagement bei uns zu besuchen.
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